Ergebnis neuer Trendstudie: Digitalisierung braucht Gelassenheit

Dies sind die Ergebnisse der neuen Trendstudie Digitalisierung von Tata Consultancy Services und bitkom Research. Leitfrage der Studie war dabei: Wie digital ist die deutsche Wirtschaft im Jahr 2019? Um dieser Fragestellung auf den Grund zu gehen wurden stichprobenartig über 950 telefonisch, computergestützte Interviews geführt. Befragt wurden dabei Führungskräfte, die sich gezielt mit dem Thema Digitalisierung im Unternehmen auseinandersetzen. Dies sind Geschäftsführer, Mitglieder des Vorstands und Entscheider aus den Bereichen IT, digitale Technologien und operatives Geschäft.

Der erste Eindruck der Ergebnisse ist durchaus positiv. Dies zeigt sich vor allem darin, dass die befragten Führungskräfte aufgeschlossener ggü. dem technologischen Wandel sind und dabei 12% mehr in die Digitalisierung ihres Unternehmens investieren als im Vorjahr. Insgesamt sehen drei von vier Unternehmen ab 100 Mitarbeitern die Digitalisierung positiv (78%). Damit steigt der Wert erneut um 3% an.

Das Thema Digitalisierung bedeutet für die Unternehmen zumeist auch Einführung von neuen Technologien. Die Top 3 der eingesetzten Schlüsseltechnologien sind dabei Cloud-Computing, Big Data & Analytics sowie Internet of Things. Durch den Einsatz dieser Technologien verändern sich auch Tätigkeiten, Prozesse, Strukturen sowie Arbeitsmittel und es entstehen neue Produkte und Geschäftsfelder. Besonders positiv ist jedoch, dass fast die Hälfte (47%) der befragten Unternehmen Changemanagement-Methoden für die Neuausrichtung der Strukturen nutzen.

Dennoch gibt es auch Hindernisse und vor allem Baustellen beim Thema der fachlichen Kompetenzen. Weitestgehend erwarten Führungskräfte mehr Kompetenzen von ihren Mitarbeitern, als diese mitbringen – mehr als 80% der Befragten sehen Digitalkompetenz als relevante Fähigkeit im Rahmen der Digitalisierung; nur 65% sind jedoch zufrieden mit den digitalen Kompetenzen ihrer Mitarbeiter. Auch gibt der vorhandene Arbeitsmarkt zu wenig Kompetenzen her. Die Folge daraus sind viele unbesetzte Stellen gerade im Bereich IT-Sicherheitsberatung, Cloud-Lösungen und Social-Media-Management.  

Weiter Hürden die Unternehmen bei der Digitalisierung sehen sind die Anforderungen an den Datenschutz (88%) und an die IT-Sicherheit (52%). Die finanziellen Mittel seien überraschenderwiese kaum noch eine Hürde (nur 1%). Die größten Chancen der Digitalisierung mit Bezug auf die Mitarbeiter zeigen sich im besseren Kundenservice (88%) und in der starken Mitarbeiterbindung (36%) im Allgemeinen.

Insgesamt lässt sich festhalten: die deutsche Wirtschaft befindet sich im Jahr 2019 mitten im digitalen Wandel. Es verändern sich Geschäftsmodelle und Prozesse. Unternehmen sollten sich den neuen Technologien nicht verschließen um weiterhin konkurrenzfähig zu sein. Zwar fällt gerade KMU dieser rasante Wandel noch schwierig, jedoch gibt es auch hier kein Grund zur Panik. Viel wichtiger sind Gelassenheit, sowie planvolles und entschlossenes Handeln.

Link zur Studie:

https://www.bitkom-research.de/de/Trendstudie-Digitalisierung-19

 

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