Kleine und mittlere Unternehmen sehen sich eher als Nachzügler beim Digital Office als Großunternehmen

Die Hälfte der kleinen und mittleren Unternehmen sieht sich eher als Nachzügler, wenn es um die Digitalisierung der Geschäftsprozesse geht. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage, in der Unternehmen ab 20 Mitarbeitenden im Auftrag vom Bitkom befragt wurden. Bei Unternehmen ab 500 Beschäftigten sehen sich hingegen nur ein Drittel als Nachzügler. Die Ergebnisse der Frage im Detail:

„Wo steht Ihr Unternehmen, wenn es um die Digitalisierung der Geschäftsprozesse geht? 

„Wir sehen uns eher als Nachzügler.“ antworten

  • 51% der Unternehmen mit 20 bis 99 MA
  • 51% der Unternehmen mit 100 bis 499 MA
  • 32% der Unternehmen mit über 499 MA

„Wir sehen uns eher als Vorreiter“ antworten 

  • 44% der Unternehmen mit 20 bis 99 MA
  • 49% der Unternehmen mit 100 bis 499 MA
  • 66 % der Unternehmen mit über 499 MA 

Kleinere Unternehmen sehen sich auf diesem Gebiet also seltener als Vorreiter als Großunternehmen. Nils Britze vom Bitkom merkt dazu an: „Das digitale Büro sorgte insbesondere in den vergangenen Monaten für bessere Arbeitsfähigkeit und Zusammenarbeit in der hybriden Arbeitswelt. Aber wir sehen im Mittelstand, dass es bei der Digitalisierung von Geschäftsprozessen konkrete Rückstände gibt. Das liegt vor allem an strukturellen Digitalisierungsdefiziten, die im Mittelstand schon seit längerer Zeit bestehen“. 

Nachdem die Bereitschaft in die Digitalisierungskompetenzen der Mitarbeitenden durch Fort- und Weiterbildungen zu investieren in den vorangegangenen Befragungen von 60% im Jahr 2018 auf 72% im Jahr 2020 gestiegen war, sank diese 2021 wieder auf 60% der mittelständischen Unternehmen. 

Weitere Unterschiede zwischen den Jahren, die in der Bitkombefragung berichtet werden, bewegen sich im niedrigen einstelligen Prozentpunkte Bereich. So nutzen im Jahr 2021 95% digitale Lösungen wie CRM, ECM oder ERP. Im Jahr 2020 waren dies 98%. Dabei wird allerdings nicht erklärt, inwieweit dies auf einen tatsächlicher Rückgang unter allen Mittelständern hinweisen kann oder ob sich diese Unterschiede auch im Bereich der Messunsicherheit bewegen könnten. 

Gefragt nach den größten Hürden bei der Digitalisierung des Büros, antworten die mittelständischen Unternehmen so: 

  • hoher Investitionsbedarf (70%)
  • Zeitmangel (70%)
  • fehlende ausreichende Standards (67%)
  • Anforderungen an die IT-Sicherheit (60%)
  • Angst vor Datenverlust (59%)

Quelle: https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Digital-Office-und-Corona-Mittelstand-nutzt-Digitalisierungsschub-nicht 

 

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