Studie: Großer Deutschland-Index zum Stand der Digitalisierung veröffentlicht

Das Kompetenzzentrum für Öffentliche IT hat in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS erneut den Deutschlad-Index der Digitalisierung veröffentlicht, um ein komplexes Bild zum Stand der Digitalisierung in Deutschland abzubilden. Der Index ist ein Punktesystem, das den Fortschritt der Digitalisierung auf Länderebene abzeichnen soll. Somit wird mit Hilfe des Index die Digitalisierung in Deutschland mittels Zahlen, Daten und Karten Konturen verdeutlicht. Das Ziel des Index ist die Untersuchung der zentralen Fragestellungen: Wie wirkt sich die Digitalisierung in den verschiedenen Bereichen unserer Gesellschaft aus? Welche Unterschiede lassen sich in den einzelnen Bundesländern beobachten? Wie sind die Fort- und Rückschritte der Digitalisierung oder handelt es sich sogar um einen stetigen Prozess? Lässt sich eine Angleichung der digitalen Lebensverhältnisse zwischen den einzelnen Bundesländern beobachten?

Innerhalb der Studie wird der derzeitige Stand der Digitalisierung in fünf wesentlichen Themenfeldern untersucht: die Infrastruktur, das digitale Leben, die Wirtschaft & Forschung, der Bürgerservice und die digitale Kommune. Der Gesamtindexwert der Digitalisierung in Deutschland liegt derzeit bei 67,6 Punkten und damit rund 5 Punkte über dem letzten durchgeführten Deutschland-Index aus dem Jahr 2017. Auf den ersten drei Plätzen liegen weiterhin die drei Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen – Sachsen belegt den Platz 4. Den vorletzten Platz belegt Sachsen-Anhalt – nur noch Thüringen erzielt einen schlechteren Indexwert.

Gemäß dem Index hat Sachsen-Anhalt besonders Nachholbedarf bei dem Ausbau von schnellem Internet, Neugründungen von Unternehmen im IT-Bereich und bei der Digitalisierung der Verwaltung. Mit einem Gesamtwert von 50,6 Punkten beträgt die Differenz des Index von Sachsen-Anhalt derzeit ganze 51,9 Punkte zu Berlin (102,5 Punkte). Um die digitale Verwaltung in Sachsen-Anhalt steht es dabei besonders schlecht: im Jahr 2018 wurden gerade einmal 3,35% Verfahren vollständig digital abgewickelt. Immerhin nutzen jedoch an die 48% der Sachsen-Anhalter das Internet um mit Behörden in Kontakt zu treten.

Was sind nun die wesentlichen Schlussfolgerungen aus der Untersuchung der Digitalisierung? In den letzten zwei Jahren konnten sich alle Bundesländer erheblich weiterentwickeln. Dennoch zeigt sich gerade bei den Themen Breitbandausbau und E-Gouvernement noch einiges an Verbesserungs-potenzial. Gerade Sachsen-Anhalt konnte aber beim Ausbau der digitalen Infrastruktur gut aufholen. Besonders erfreulich ist, durch die starke Punktezunahme im Bereich der öffentlichen Forschungsförderung zeigt sich eine durchaus höhere politische Priorität für die Digitalisierung als noch im Jahr 2017.

Link zur digitalen Deutschlandkarte des Index:
https://www.oeffentliche-it.de/digitalindex

Link zum Volltext der Studie:
https://www.oeffentliche-it.de/documents/10181/14412/Deutschland-Index+der+Digitalisierung+2019

 

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