Studie: Einfluss von COVID-19 auf den digitalen Wandel

Verstärkte Nutzung digitaler Technologien als positiver Nebeneffekt der Corona-Pandemie

Dies zeigt die Personalleiter-Befragung des ifo Instituts im Auftrag von Randstad. Eine Sonderbefragung im 2. Quartal beschäftigt sich mit den bisherigen und bleibenden Auswirkungen von Corona auf die Unternehmens- und Arbeitswelt. Befragt wurden knapp 800 Personalleiter aus den Branchen verarbeitendes Gewerbe (37%), Handel (22%) und Dienstleistungssektor (42%). Dabei wurden die Antworten anhand der Branchenzugehörigkeit und der Unternehmensgröße gewichtet, um somit eine Repräsentativität der Ergebnisse für die deutsche Wirtschaft zu gewährleisten.

Die Umfrageergebnisse zeigen, dass sich durchaus ein positiver Einfluss der Corona-Pandemie auf den digitalen Wandel feststellen lässt. Die Telearbeit sowie die Nutzung von digitalen Tools wurde in einigen Unternehmen während der Krise hochgefahren – dennoch gibt es noch Potentiale noch oben.

Vor der Pandemie haben bereits an die 39% der Beschäftigten teilwiese im Homeoffice gearbeitet- dabei boten 32% der befragten Unternehmen überhaupt die Möglichkeit zur Telearbeit an, während 61% dies ihre Mitarbeiter nicht ermöglicht.  Aufgrund der Corona-Krise wuchs der Anteil der Unternehmen mit dem Angebot zur Heimarbeit auf knapp über 60% an. Dennoch bleiben die Unternehmen weitaus unter ihren vorhandenen Potentialen, denn es könnten über 80% der befragten Unternehmen Homeoffice anbieten.

Bei 50 % der befragten Unternehmen hatte die Corona-Pandemie durchaus einen positiven Einfluss auf den digitalen Wandel. Bis zu 31% der Firmen haben aufgrund der Krise standardisierte digitale Tools zur Kommunikation und Zusammenarbeit eingeführt – weitere 36% intensivierten die Nutzung entsprechender digitaler Instrumente. Besonders erfreulich ist, dass knapp jedes vierte kleine Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten digitale Instrumente neu eingeführt und weitere 22% die Nutzung dieser Tools weiter verstärkt hat.

Quelle: Randstad-ifo-Personalleiterbefragung

Was bleibt noch positiv von der Corona-Krise in den Unternehmen zurück? In nahezu zwei Drittel der befragten Unternehmen werden virtuelle Konferenzen nun häufiger einberufen. Die Hälfte der Unternehmen plant zusätzliche eine Ausweitung des Homeoffice Angebots für die Zeit nach der Pandemie. Auch Angebot rund ums Thema e-Learning werden tendenziell häufiger angeboten. Skeptisch zeigen sich die Unternehmen noch bei der Einführung virtueller Bewerbungsgespräche – lediglich 47% der befragten Firmen plant dies in Zukunft zu nutzen.

 

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