Großes Landkreis-Ranking zur Digitalisierung veröffentlicht – Ostdeutschland schneidet schlecht ab

Die Prognos AG hat zusammen mit der index Gruppe die Ergebnisse des Digitalisierungskompass 2018 veröffentlich. Nach dem letzten Kompass aus dem Jahre 2016 wurde in der neuen Studie noch umfassender gemessen, wie weit die Digitalisierung in den einzelnen Regionen Deutschlands vorangeschritten ist.

Das Ranking entstand anhand einer Punktevorgabe, in der jede der 401 Region Deutschlands im Hinblick auf die 12 vorab festgelegten Indikatoren bis zu 100 Punkte erreichen konnte. Diese Indikatoren sind z.B. der Breitbandausbau von Haushalten und Unternehmen, Auszubildende im Bereich IT oder auch IKT-Unternehmensgründungen. Umso höher eine Region im Punkteranking liegt, desto größer sind die Chancen der regionalen Wirtschaft im Zuge der Digitalisierung.

Durch die Ergebnisse der Studie, lassen sich eindeutige Trends für Deutschland herleiten. Die großen Metropolen und ihre Regionen im Umkreis liegen eindeutig auf den vorderen Plätzen, u.a. München, Erlangen, Rhein-Neckar-Kreis und Karlsruhe. Auf den letzten Zehn Plätzen sind vermehrt Ostdeutsche Regionen auszumachen. Auf den letzten zwei Plätze liegen Regionen aus Sachsen-Anhalt: das Jerichower Land und der Börde Kreis. Auch der Altmarktkreis Salzwedel kann nicht sonderlich gut abschneiden.

Als wesentliche Erkenntnisse konnten festgehalten werden: die reine Verbreitung des Breitbandanschluss spielt, anders als angenommen, keine wesentliche Rolle im Bezug auf die Digitalisierungschancen einer Region. Eher ist die Digitalisierung an Sich immer noch eine Sache von großen Metropolregionen, da sich dort auf engem Raum viel Wissen ansammelt.

Alle Ergebnisse der einzelnen Regionen können sich auf der Interaktiven Karte des Handelsblattes angesehen werden:

https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/digitalisierungskompass/

Direkt zur Studie

Beitrag veröffentlicht am 26. September 2018 und zuletzt aktualisiert am 4. Januar 2022.