Resilienz-Check von Microsoft und BDA: Deutsche Unternehmen sind bereit für den Sprung nach vorn

Microsoft und die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) haben beim Marktforschungsinstitut GfK eine Studie in Auftrag gegeben, bei der im Juli und August 2020 eine repräsentative Stichprobe von 2038 Personen mit Büro-Arbeitsplatz befragt wurden. Veröffentlicht wurde nur eine Zusammenfassung. Die Hauptaussage ist, dass die deutsche Wirtschaft gute Voraussetzungen habe, aus der Corona-Krise gestärkt hervorzugehen, weil sie die Zeit bisher genutzt hat, ihre Widerstandsfähigkeit zu verbessern. 67% der Befragten gaben an, dass sie sich in ihrer Organisation aufgrund der Krise neue Arbeitsweisen angewöhnen mussten und 53% meinen, insgesamt flexibler geworden zu sein. Auf die Frage, welche Maßnahmen in ihrem Unternehmen im Bereich IT im Zuge der Corona-Krise ergriffen wurden, antworteten 48% mit Ausbau der Software-Ausstattung, 45% mit Ausbau der IT-Hardware und 44% mit Investitionen in digitale Infrastruktur (z.B. Cloud Services). 41% gaben an, dass ihr Unternehmen nun besser ausgestattet sei. Als treibende Kräfte im Digitalisierungsprozess werden meist die Beschäftigten im Unternehmen (25%), Kunden (22%) und die Geschäftsleitung (19%) genannt. 

Einschätzung zu dieser Veröffentlichung

Die Autorenschaft bezeichnet ihre Untersuchung zwar als „Resilienz-Check“, jedoch ist das etwas irreführend. Zwar deuten die Ergebnisse darauf hin, dass die Unternehmen in der Krise zu einem guten Teil veränderungsfähig sind. Aber ob die Unternehmen durch ihre Digitalisierungsmaßnahmen eine Art „Resilienz“ gezeigt haben, lässt sich nicht aus den Ergebnissen schließen, da keinerlei Indikatoren erwähnt werden, wie gut es den betreffenden Unternehmen wirtschaftlich geht. 

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