Befragung von mittelständischen Unternehmen zeigt die Hürden beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz

In einer Veröffentlichung des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Berlin und des Humboldt Instituts für Internet und Gesellschaft wurden die bisher in Gesprächen mit Unternehmen gesammelten Erfahrungen und Daten zusammengetragen, um zu klären, warum KI im Mittelstand bisher kaum genutzt wird. 

Im Rahmen der KI-Sprechstunde nahmen n=37 Unternehmen an einer Vorbefragung teil, in der es um die Hürden beim Einsatz von KI ging. Dabei kam heraus, dass die mit Abstand häufigste Hürde für 26 Unternehmen im Know-how besteht. Als weitere häufige Hürde sahen 12 Unternehmen die Sicherheit und jeweils 11 mal wurden Infrastruktur, Akzeptanz und Finanzielles genannt. 

Zusammengenommen mit einer Podcastreihe mit 15 Gesprächen und den 37 KI-Sprechstunden wurden 52 Interviews mit mittelständischen Unternehmer:innen durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass es vielen KMU schwerfällt, geeignete KI-Anwendungen für ihr Unternehmen zu identifizieren. KI-Anwendungsfälle am Markt sind dafür zu unübersichtlich und der Belegschaft fehlt entsprechendes Know-How. Häufig mangelt es den Unternehmen auch am Überblick über die eigenen Daten und deren Form, mit denen KI-Anwendungen trainiert werden könnten. 

Ein große Schwierigkeit liegt laut den Autor:innen darin, dass viel KI-Anwendungen am Markt große Datenmengen und viel individuelle Anpassungen benötigen. So lohnen sie sich besonders für Großunternehmen und Konzerne. Für KMU hingegen sind Kosten und Nutzen schwieriger zu kalkulieren. 

Trotzdem setzen einige der befragten KMU Künstliche Intelligenz gezielt ein. Anwendungsfelder sind unter anderem die Automatisierung von internen Prozessen, um den Arbeitseinsatz der Beschäftigten weg von repetitiven hin zu strategischen Aufgaben zu verschieben. Die Anwendungen haben häufig Effizienzsteigerungen als Ziel. 

Quelle: https://gemeinsam-digital.de/unternehmen-nutzen-kuenstliche-intelligenz-bisher-kaum/

 

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